By Roland
25 May, 2009 7:45 pm
Nvidia hat sich im Vorfeld der Einführung des ersten Netbooks mit seiner ION Plattform ausführlich mit Mark vom LaptopMag darüber unterhalten, was die neue Alternative zu Intels schwachbrüstiger Chipsatzgrafik zu leisten vermag. Gleichzeitig wurde klar gestellt, dass ION nur in der mit 499 US-Dollar etwas teureren Variante Lenovo IdeaPad S12s zu finden sein wird. Letztlich “macht ION aus Netbooks Notebooks”, so Senior Product Manager Matt Wuebbling im Interview.
In Zeiten, wo AMD und vor allem Intel versuchen, die Kunden wieder in Richtung teurerer Notebooks mit ihren Neo- oder ULV-Prozessoren zu lenken, bildet ION nach Auffassung von Nvidia den Kunden die Möglichkeit, ähnliche Leistung zu einem niedrigeren Preis zu erhalten. Das man dabei Abstriche hinnehmen muss, gibt der Chiphersteller offenbar freimütig zu – so lässt ION zum Beispiel hoch aufgelöste Web-Videos auch nicht ruckelfrei laufen, schließlich ist hier der Hauptprozessor der Flaschenhals.
Dies erklärt auch, warum nur die ION-Version des Lenovo IdeaPad S12 mit einem HDMI-Port daher kommen wird. Über ihn ist die Ausgabe von hochaufgelösten Videos, die zuvor gerippt oder heruntergeladen wurden bzw. von einem externen Blu-ray-Laufwerk kommen, möglich. Bei HD-Videos aus dem Web (Flash) kann ION ohnehin nichts ausrichten.
Für Verrückte, die auf ihrem Netbook unbedingt Filme schnippeln wollen (so wie unser Sascha), dürfte ION für einen ordentlich Schub sorgen, können doch einige Schnittprogramme von einer Beschleunigung durch den Grafikchip profitieren. Noch hält sich deren Zahl allerdings in Grenzen, so dass man zum Beispiel auf das Tool vReveal zurückgreifen kann.
Was die Angaben zur Spieleleistung angeht, so ließ Wuebbling durchblicken, was die Kunden von IONs GeForce 9400M erwarten können. Auf dem Lenovo IdeaPad S12 sollen bei der nativen Auflösung von 1280 x 800 Pixel im Schnitt 20 Frames pro Sekunde möglich sein. Es sei durchaus damit zu rechnen, dass bei Spielen wie Spore, Call of Duty 4 oder World of Warcraft der eine odere andere Hänger auftritt oder Frames verloren gehen, so der erstaunlich offenherzige PM von Nvidia.
Bei der Wiedergabe von HD-Videos sei hingegen nicht mit Problemen zu rechnen. Wer die Leistung von Nvidias ION ausloten will, könne doch einfach ein HD-Video von der Festplatte oder einem Blu-ray-Laufwerk starten und nebenbei auch noch das Transcoding eines Videos starten. Die Videowiedergabe werde vom Transcoding dabei nicht negativ beeinflusst und sollte problemlos weiterlaufen. Ebenso sei das Surfen im Internet nebenbei noch möglich.
Die Aussagen von Nvidias Product Manager bestätigen die bisherigen Erfahrungen mit ION-basierten Nettops. Auf ihnen laufen HD-Videos zwar einwandfrei, doch Web-Filme in hoher Qualität machen Probleme. Kann vielleicht mal jemand Intel in den Arsch treten, auf dass wir vielleicht doch ein wenig mehr Leistung bekommen? Schließlich sind Netbooks doch angeblich die idealen Surfmaschinen für unterwegs.
Ob Nvidias Behauptung, die ION-Variante des Lenovo IdeaPad S12 werde in etwa die gleiche Akkulaufzeit bieten wie Version mit Intels altem Chipsatz, tatsächlich zutrifft, werden die ersten Review hoffentlich zeigen, die wohl noch für diese Woche zu erwarten sind.
[Quelle: LaptopMag]











Pingback: Nvidia äußert sich zur Leistungsfähigkeit des ION. « NetBooks-Blog
Pingback: Nvidia plant ION "2" in 40 Nanometer für Ende 2009 | Netbooknews.de - das Netbook Blog