Macht Windows 7 den 11,6-Zoll-Netbooks den Garaus?

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By Roland
26 May, 2009 8:08 pm

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Windows 7Nachdem kürzlich die neuen Bedingungen für den Bezug einer günstigeren Windows-Lizenz für Netbooks bekannt wurden, kommt nun aus Taiwan die Nachricht, dass es aufgrund dieser Vorgaben bald mit dem gerade erst aufkommenden Trend zu Netbooks mit Displaygrößen jenseits der 10,2-Zoll-Grenze auch schon wieder vorbei sein könnte. Der Grund dafür sollen genau diese Vorgaben für das kommende Betriebssystem Windows 7 sein.

Die Gerüchteköche von der DigiTimes behaupten jedenfalls, dass es bei der Festlegung der Vorgaben Absprachen zwischen Microsoft und Intel gegeben hat, wonach die Bildschirmgröße für Netbooks mit Windows 7 von 12,1 auf 10,2 Zoll reduziert wurde. Dies will der Dienst von taiwanischen ODM-Herstellern erfahren haben, die außerdem davon ausgehen, dass dies negative Auswirkungen auf das Geschäft des mit Intel konkurrierenden CPU-Lieferanten VIA haben könnte.

icrosoft Windows 7 Windows Vista Windows XP Netbook Vorgaben

Die Begrenzung auf 10,2 Zoll bei Windows 7-Netbooks wird nach Einschätzung der Hersteller dazu führen, dass die Anbieter ihre Produktlinien für 11,6-Zoll-Netbooks auf Basis der Intel Atom Z5xx-Serie nach dem Marktstart der neuen Windows-Version wieder auslaufen lassen. VIA legt seinerseits keinerlei Vorgaben für die Spezifikationen für Geräte mit seinen CPUs und Chipsätzen fest, was dazu geführt hat, dass einige Hersteller Netbooks mit 12-Zoll-Displays anbieten oder zumindest planen.

Gerade diese Geräte qualifizieren sich aber eben nicht für die von Microsoft und Intel erarbeiteten Vorgaben für Windows 7-Netbooks, deren Display-Größe auf 10,2 Zoll begrenzt ist, wenn der Hersteller eine besonders günstige Lizenz für so genannte Ultra Low Cost PCs verwenden will. Dies wiederum könne VIAs Preisvorteil im Segment für Netbooks mit 11 und mehr Zoll Diagonale zunichte machen, da die Hersteller für die Geräte teurere Lizenzen erwerben müssten. Der Markt für 10,2-Zoll-Netbooks wird bereits von Intels Atom Plattform beherrscht.

Ich könnte ja jetzt wieder losbrüllen, was Intel da wieder für eine Monopolisten-Sch***** abzieht, aber das lass ich jetzt einfach mal. Wenn der eine Monopolist mit dem anderen Monopolist…. Aber vielleicht ist das ganze auch nur ein dank der guten Beziehungen zu Microsoft eventuell erfolgreicher Versuch, die unsinnigen Grenzen zwischen Netbooks und den gewinnbringenderen Sub-Notebooks aufrecht zu erhalten.

[Quelle: DigiTimes]


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  1. total_crash666 says:

    Surprise, surprise…

  2. Chris says:

    Ich habe das bestimmte Gefühl, das darüber das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist. Im 10″ Bereich ist für keinen Hersteller mehr grossartig was zu holen, schon garnicht mit aktueller Standardhardware, wie sie in bereits unzähligen Modellen im Markt ist. Auch Win7 wird da kaum was reissen können. Potential für den Massenmarkt steckt meiner Ansicht nach nur noch in Geräten mit grösseren Displays und leistungsfähigerer Hardware und das Geschäft damit wird weder Intel noch MS sich entgehen lassen wollen. Es dauert wohl noch einen Moment bis man das den richtigen Stellen auch endlich realisiert.

  3. saperalot says:

    also doe news der letzten tage sind ja eh schon zum brüllen aber das jetzt setzt die krone auf. :-)

  4. doginthewok says:

    Also an der Monopolstellung Microsofts sind die Hersteller inzwischen schon selbst schuld, denn es gibt mehrere Alternativen, die mit ein bisschen Imagetuning massenmarkttauglich wären, allen voran natürlich Ubuntu.

    Schade wärs dennoch um 12- oder 11-Zöller, die hätten mich auch gereizt und ich hoffe einfach mal, dass mittelfristig der ein oder andere Hersteller versucht diese Nischen auszufüllen, wie es ja auch jetzt schon der Fall ist.

  5. mko says:

    der dogindawok hat ja schon mal den richtigen ansatz: mir persönlich isses wurscht, was microsoft für lizenzspielereien aufführt. ich wünsch mir ganz einfach einen schub neue technik ganz ohne betriebssystem.

    die einen haben so oder so noch die eine oder andere lizenz zuhause herumliegen, wenns denn unbedingt windows sein muss, und die anderen klopfen eins von vielen interessanten linux-derivaten drauf und die geschichte ist gegessen.

    dass microsoft weltweit jeden konzern so einkochen kann, dass sich nicht ein einziger traut, was anderes zu produzieren, halte ich für ein gerücht. letztendlich hängts an uns consumern, ob wir die alternativen kaufen.

  6. Fredl says:

    Microsofts Beschränkungen

    Wer andere beschränkt, muss selbst nicht unbedingt beschränkt sein, aber wer beschränkt wird, ist zwangsläufig beschränkt.

  7. Doc Frank says:

    Ist das nun Arroganz, Ignoranz oder vielleicht doch Panik von Microsoft und Intel?

    Ich könnte mir jetzt 2 Lösungen für das Dilemma vorstellen:
    1.) eine milliardenschwere Wettbewerbsstrafe von Seiten der EU
    2.) (von mir bevorzugt!) ein genialer, einfach zu bedienender Netbook-Nachfolger ohne INTEL oder MS inside

  8. Ironside says:

    Ich liebe die liberalen Gesundbeter mit ihrem Gequatsche von den Vorzügen des freien Marktes.

    Ich hoffe, die Hersteller schließen sich zusammen und entwickeln, ähnlich wie Symbian, ein eigenständiges Betriebssystem für Netbooks.

    Ich könnt ko**en!!!

    MfG Ironside 8)

  9. Georg Sauer says:

    Dann sollen die Hersteller einfach Linux vorinstallieren !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  10. Abwartender says:

    Weiss jemand von was für einem Preisunterschied für die Win7-Versionen die Rede ist?
    Wieviel kostet ein vorinstalliertes Win7-Starter, und wieviel das was dann auf die “11er drauf muß?

    Von mir kriegen die eh keinen Cent mehr, aber witzig(bis haarsträubend) finde ich diesen ganzen Schmarrn ja schon, teilweise ist dieses Gemache aber auch einfach nur abstossend bis ekelerregend.

  11. Ataichi aka Riddschie says:

    So einen Schwachsinn habe ich diese Woche noch nicht gehört! Dabei habe ich mich doch gerade gestern erst mit Managernieten rumschlagen müssen.

    Mit welchem Betriebssystem sollen die denn sonst laufen?
    Weiterhin XP??? Dann kostet die Lizenz halt 2-Euro-irgendwas mehr!

    Absolutely bullshit!!!

  12. Daniel says:

    Also es ist Wurschtpiepsegal was Intel da laaaaaaabert da die nur die Hardwar herstellen und da gibts bissle Konkurenz. Windows 7 lautet das Zauberwort also ist Microsoft in der Pflicht… und wenn die da solchen Machtmissbrauch treiben, anscheinend habens noch nix gelernt weils zu viel Kohle für ihre Lizenzen verlangen und damit zu viel Kohle haben, wird spätestens die EU wieder in hunderten Millionen oder Milliardenhöhen Strafen verhängen und da lach ich mir wieder ein Ast ab. Bin Froh wenn noch andere OS Anbieter in Zukunft ins Boot einsteigen und Microsoft Pleite macht, ob ich da noch Lebe?

  13. smoo says:

    Ist echt lustig: Intel versucht ja schon seit längerem (Atom schlecht reden, keine N-Atom in über 10″, keine fremde Chipsätze, usw.) krampfhaft den Geist, den es mit dem Atom aus der Flasche gelassen hat, wieder einzufangen. Denn sie haben gemerkt, dass er ihnen den Markt der Hochleistungsprozessoren kaputt macht. Sie schaffens aber nicht, und VIA ist zur Stelle. Aber es gibt ja noch Good Old Buddy Microsoft, der natürlich zur Hilfe eilt – und schon ist alles in Butter. Das ist ja das schlimme: Der Markt leidet nicht unter einem Monopol (oder zweien in total unterschiedlichen Bereichen), sondern unter einem Duopol – was noch viel schlimmer ist!

  14. commercial_break says:

    Wäre eine super Konsequenz, wenn die einfach ohne OS verkaufen. Dann muss endlich kein Windows mehr in der Ecke verstauben. Und ich kann was gescheites drauf machen.

    Erinnert mich an die vielen AOL-Cd’s früher ;)

  15. Abwartender says:

    @smoo >> “”Intel versucht ja schon seit längerem (Atom schlecht reden, keine N-Atom in über 10″, keine fremde Chipsätze, usw.) krampfhaft den Geist, den es mit dem Atom aus der Flasche gelassen hat, wieder einzufangen. Denn sie haben gemerkt, dass er ihnen den Markt der Hochleistungsprozessoren kaputt macht. Sie schaffens aber nicht, und VIA ist zur Stelle. Aber es gibt ja noch Good Old Buddy Microsoft, der natürlich zur Hilfe eilt – und schon ist alles in Butter.”"

    Das könnte ein Grund für dieses absurde Schauspiel sein, ja. Wenn das stimmt müsste einiges ausgemistet werden…

  16. Chris says:

    Ist halt in gewisser Weise für die Hersteller ein echtes Dilemma. Es ist ja wohl einigermassen offensichtlich, das der Vertrieb mit Linux, oder gar ganz ohne Betriebssystem nicht gerade mit überschwenglichen Verkaufserfolgen belohnt wird. So ungern die Linux Fans, die gerade hier natürlich geballt vertreten sind, sowas hören mögen. Jeder Hersteller ist bemüht, den Massenmarkt anzusprechen und dazu kommt man nunmal um Windows, vermutlich auch langfristig, nicht herum.

    Warten wir mal ab, was passiert. Möglicherweise ist das alles auch nur halb so wild, denn wenn Netbooks/Subnotebooks der über 11″ Klasse demnächst ohnehin in Preisregionen weit jenseits der 500 EUR vorstossen, sinkt mit steigenden Margen die Notwendigkeit für besonders günstige Lizenzen auch zunehmend.

  17. Michael says:

    Ich dachte dass der Netbooktrend langsam abebbt…aber nun kommen wieder neue Modelle! Eigentlich sollte es immer mehrere Versionen geben: ohne OS, mit Linux und mit MS Windows XP oder 7. Dann kann der Kunde bestellen was er will. Aber ihr habt recht: MS hat Angst, dass durch die Netbooks die Verkaufszahlen ihres OS zurückgehen könnten.
    Mir würde ein “blankes” Netbook reichen. Das OS kann man immer noch kaufen oder bei den Linux-Distris runterladen….

  18. smoo says:

    Microsoft hat in dem Trio mit Intel und Herstellern eigentlich ja noch die besten Karten. Microsoft kann es eigentlich egal sein, ob sein BS auf nem Netbook oder Boliden läuft. Intel und die Hersteller haben die größten Verluste, weil die Margen viel kleiner sind. Andererseits sitzt Microsoft auch zwischen den Stühlen, weil es einerseits Good Old Buddy Intel unterstützen will, sodass sie in Zukunft wenigstens noch ein paar Highend-Prozessoren verkaufen können, auf der anderen Seite aber auch den Herstellern günstige Windows-Netbooks ermöglichen will, um den Markt nicht an Linux, Android und Symbian zu verlieren. Außerdem hat Microsoft deswegen wiederum ein Interesse daran, den Anteil an Billig-Windows-Lizenzen gering zu halten.

    Aber vielleicht ist das auch der Anfang vom Ende des Duopols Wintel. Beide müssen hauptsächlich Billig-CPUs und Billig-Windows-Lizenzen verkaufen, was die Gewinne einbrechen lässt. Daraufhin fallen die Aktienkurse in den Keller und die kapitalgestützte Marktmacht ist dahin… Dann werden die Karten neu gemischt.

  19. Andreas says:

    Ich wette das ist ganz schnell wieder vorbei.

    Intel selbst hat auch “Einschränkungen”, welche zu günstigeren Atompreisen führen, wenn man sie einhält. Zufällig sind die a) sehr ähnlich wie die neuen von MS und b) zufällig ex. dank denen jetzt der doch wichtige Markt für Via & co. nicht mehr im > 10 Zoll Bereich.

    Das schreit doch nach illegaler Absprache, Monopolausnutzung, …und nach einer Klage seitens Via/Nvidia/XYZ.

  20. LuckyStrik3r says:

    die sollen das einfach ohne os verschicken und dann kann jeder selbst zusehen wie er was woher bekommt und draufmacht.

  21. VSWR99 says:

    @all

    Statt immer nur auf zwei amerikanische Monopolisten zu schimpfen bitte auch mal das Gesamt-Bild betrachten!

    Ich würde mal vermuten, daß die Netbook-Hersteller, die ja neben Netbooks i.d.R. auch noch Notebooks bauen, an einer solchen Beschränkung durchaus auch selbst interessiert sind.

    Eine eventuelle EU-Strafe wird sich dann sicher bis 2019 hinziehen. Dann sind die Geschäfte von heute schon längst gemacht.

  22. Tom says:

    Ich glaube ihr vergesst eines….

    Die Treiber…. Werden keine Treiber für andere Betriebsysteme bereit gestellt dann kann man es fast knicken… Oder?!

    Naja mir persönlich sind die Richtlinien auch egal da ich eh günstig an Microsoft Lizensen komme… :)

  23. UKausB says:

    wär linux endlich mal das was seit jahren versprochen wird – gäbs das alles nicht.
    Aber bis heute ist das einfach noch zu viel freak spirit
    Die PC Branche ist halt nach so langer Zeit immer nocht nicht richtig erwachsen.
    Der Kunde badeds aus..

  24. Sehr gute Entscheidung, hätte ich den beiden Monopolisten eigentlich gar nicht zugetraut! :o )

    Endlich haben nämlich auch MS und Intel erkannt, dass Geräte mit mehr als 10,2″ gar keine Netbooks sind!

    Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht nur ein Gerücht ist… =:-O

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