By Roland
03 Jun, 2009 7:18 pm
Kaum haben sich Psion und Intel in ihrem Rechtsstreit um den Markennamen “Netbook” endlich außergerichtlich geeinigt, gefällt das Wort auf einmal dem wichtigsten Betriebssystemlieferanten für die Geräte nicht mehr. Microsoft will unsere kleinen Lieblinge lieber als das bezeichnen, was sie eigentlich sind: “Kleine Notebooks“. Hinter dem Namensspiel steckt wahrscheinlich knallhartes geschäftliches Kalkül.
Nach Meinung das Konzerns, suggeriert das Wort Netbook einen beschränkten Funktionsumfang, was spätestens mit Erscheinen von Windows 7 nicht mehr zutreffen soll. Während einer Ansprache anlässlich der Computex erklärte Microsofts General Manager der Application Platform & Development Marketing Abteilung Steve Guggenheimer, dass der Name nicht mehr wirklich zutreffe, weil Netbook zunehmend nicht mehr nur zum einfachen Surfen im Internet verwendet werden. Inzwischen sei der Funktionsumfang so groß, dass die Geräte wohl besser “kleine Notebooks” genannt werden sollen.
Würden Netbooks von ihrem Image als Simpel-Computer weg kommen, könnte Microsoft den Herstellern sein Betriebssystem Windows auch wieder zum Normalpreis verkaufen. Die bisher übliche Ultra Low Cost PC Lizenz (ULCPC) wäre dann nicht mehr unbedingt nötig oder könnte zumindest in reduzierten Stückzahlen abgegeben werden. Gerade bei den im mittleren und oberen Marktsegment angesiedelten Mini-Notebooks wäre dann eine Einstufung in einem höheren Bereich möglich, was die Hersteller dazu bewegen könnte, statt der Basis-Version von Windows 7 die teureren Varianten wie Home Premium zu installieren.
Microsoft hatte erst vor kurzem das 3-Anwendungs-Limit bei Windows 7 Starter aufgehoben, so dass künftige Netbooks, auf denen das neue Betriebssystem in seiner Low-End-Version im Einsatz ist, auch mehr als drei Programme gleichzeitig eingesetzt werden können. Als die neuen Vorgaben für die ULCPC-Lizenzen von Windows 7 bekannt wurde, zeichnete sich Guggenheimers Ansage bereits ab – während Microsoft bei Windows XP auch Netbooks mit größeren Displays bis 12,1 Zoll noch als solche einstuft, wurde die Grenze bei Windows 7 auf 10,2 Zoll gesenkt. Hersteller, die Windows 7 auf ihren Netbooks mit einer Display-Größe von 10,2 bis 12,1 Zoll installieren wollen, müssten daher ohnehin mehr für eine Lizenz zahlen.
Ge*ickt eingeschädelt, würde ich sagen.
[Quelle: DigiTimes]










