By Roland
05 Jun, 2009 8:20 pm
Die Verkäufe für die von Intel mit viel Marktmacht bekannt gemachten Mobile Internet Devices (MIDs) liegen derzeit noch weiter unter den Erwartungen. Dies sagen zumindest die Hersteller der Geräte, die es ja schließlich wissen müssten. Laut einem Bericht der DigiTimes gingen bisher gerade mal 30.000 MIDs über die Ladentheken, während Intels Schätzungen bei 150.000 bis 200.000 Einheiten liegen.
Die Angaben der Hersteller beziehen sich auf Geräte auf Basis von Intels Menlow-Plattform, also die Kombination von Atom-Prozessoren der Z5xx-Serie (Datenblatt als PDF) mit dem US15W-Poulsbo-Chipset. Diese ist derzeit noch vermehrt in Netbooks zu finden – gerade Hersteller, die eine lange Akkulaufzeit anstreben oder Geräte mit größeren Displays und einigermaßen verträglicher Laufzeit bauen wollen, nutzen sie bisher. Statt in Netbooks sollte Menlow aber eher in UMPCs und MIDs zum Einsatz kommen.
Dass Menlow überhaupt in Netbooks steckt, ist laut den Quellen der DigiTimes eine direkte Folge der schlechten Nachfrage bei MIDs. Intel verkaufe seine Lagerbestände nun eben an die Netbook-Anbieter, heißt es. Bei der kommenden MID-Plattform Moorestown soll dies allerdings vermieden werden. Intel gibt gegenüber seinen Hardware-Partnern an, dass diese nicht in Netbooks, sondern ausschließlich in neuen MIDs verbaut werden soll. Moorestown wird für Ende 2009 oder Anfang 2010 erwartet.
Als Hauptgrund für die schlechte MID-Nachfrage nennen die Hersteller übrigens einmal mehr die derzeit schwierige wirtschaftliche Lage. Die Geräte würden vielen Kunden in diesen Zeiten als zu teuer erscheinen. Auch die nur langsam zunehmende Popularität von UMTS und anderen 3G-Lösungen soll ihren Teil beitragen. Intel selbst wollte sich aufgrund der bevorstehenden Bekanntgabe seiner Quartalszahlen nicht zu dem Bericht äußern. Schade.
[Quelle: DigiTimes]











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