By Roland
13 Jun, 2009 6:00 pm
Och menno! So wie es aussieht, werden die derzeit erhältlichen Netbooks von den meisten Herstellern wohl nicht mit Windows 7 aktualisiert, wenn das neue Betriebssystem ab Oktober in den Handel kommt. Hintergrund sind offenbar die höheren Kosten für die Netbook-Lizenzen von Windows 7 und ein angeblich mangelndes Interesse auf Seiten der Kunden. Wer also mit dem Kauf eines neuen Netbooks noch bis Ende Juni warten wollte, kann sich dies nun wohl sparen. Unsere kleinen Lieblinge bleiben beim dann startenden Upgrade-Programm wohl in den meisten Fällen außen vor.
Wie die DigiTimes unter Berufung auf Quellen bei den Herstellern berichtet, wollen nur wenige ihre derzeit erhältlichen Netbooks mit einem kostenlosen Upgrade auf Windows 7 versorgen. Das Upgrade-Progamm von Microsoft ermöglicht je nach Hersteller ein Gratis-Upgrade von neuen Computern nach Erscheinen des neuen Betriebssystems. Dies bedeutet zwar einen zusätzlichen Kaufanreiz, doch die Hersteller müssen in diesem Fall für eine zusätzliche Lizenz zahlen, die im Fall von Windows 7 auch noch deutlich teurer ist als die von Windows XP. Diese Zusatzkosten sind offenbar der Hauptgrund für den Verzicht auf das Gratis-Upgrade bei den meisten Netbook-Anbietern.
Kostet eine Windows XP Lizenz in der Ultra Low Cost PC Variante für Netbooks derzeit noch 25 bis 30 US-Dollar so werden für eine Windows 7 Lizenz angeblich rund 45 bis 55 US-Dollar fällig. Da der Preiskampf im Netbook-Markt mit harten Bandagen geführt wird, soll es den Herstellern nicht möglich sein, diese zusätzlichen Kosten auf die Preise ihrer Produkte umzulegen. Derzeit gibt es deshalb Verhandlungen mit den Microsoft-Oberen um die Kosten für die Windows 7 Lizenzen für Netbooks vielleicht noch ein Stück zu drücken. Die Hersteller stecken offenbar in einer Zwickmühle, denn ein Gratis-Upgrade auf Windows 7 würde sicherlich so machen Kunden durchaus begeistern.
Andererseits spricht die DigiTimes aber auch von einem Mangel an Interesse an Windows 7 auf Seiten der Netbook-Käufer – viele seien mit Windows XP vollends zufrieden, weil es ihre Bedürfnisse erfüllt. Für diese Kunden sei der Kauf eines Netbooks mit der Aussicht auf ein Gratis-Upgrade daher wenig interessant. Die meisten Hersteller wollen ihre Netbooks daher erst mit dem Einzug der neuen Pineview-Atoms von Intel mit Windows 7 ausrüsten, heißt es weiter. Mit dem Intel Atom N450 soll im Herbst die erste Variante dieser neuen CPUs Einzug halten und den bisher üblichen N270 ablösen. Einige Anbieter überlegen außerdem, ob sie ihre Geräte, bei denen der neuere Intel Atom N280 verwendet wird, nicht doch mit Upgrade-Gutscheinen ausliefern sollten.
Das find ich jetzt aber mal gar nicht prickelnd. Ich habe, auch beruflich bedingt, seit Monaten Windows 7 auf diversen Systemen im Einsatz. Selbst auf dem HP Mini 2133, der mittlerweile als Nettop an einem 22″ Full HD Display seinen Dienst tut, läuft das neue System des Redmonder Softwaremonopolisten besser als das zuvor installierte XP. Ich hätte mir ja jetzt vor dem Start der neuen Atoms nochmal ein N270-Netbook zugelegt, auch wegen der leistungsfähigeren GMA950-Grafik, die immer noch besser sein dürfte, als der beim N450 ein wenig schneller gemachte GMA500-Haufen, der schon jetzt in machen Netbooks mehr schlecht als recht seinen Dienst tut.











