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Smartwatches – das nächste große Ding?

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23 May, 2012 2:00 pm

11 Comments

Nachdem unsere Mobiltelefone schon „smart“ geworden sind – oder was uns die Hersteller als „smart“ verkaufen – sind als nächstes die Armbanduhren dran. Zwar habe ich persönlich den Eindruck, dass Armbanduhren immer seltener getragen werden, schließlich hat man die aktuelle Uhrzeit doch auf dem Handy – aber das ist natürlich nur ein persönlicher Eindruck. Und selbst wenn sich dieser Eindruck bestätigen sollte: Smartwatches könnten dann für ein Revival sorgen.

Metawatch Smartwatches

Das Prinzip von Smartwatches ist simpel und naheliegend: Man packt ein bisschen „Intelligenz“ in die kleinen Geräte, sorgt per Bluetooth für die Verbindung zum Handy und nutzt das Display für mehr als nur die Anzeige der aktuellen Uhrzeit. Ob neue Mails, eingehende und entgangene Anrufe, Terminerinnerungen – im Prinzip lässt sich alles auf der Uhr anzeigen, was das Handy an Informationen ausgibt. Die Nachfrage nach solchen Gadgets ist ganz offensichtlich da, so konnten Pebble für ihre Smartwatch bei Kickstarter statt der angepeilten $100.000 über $10.000.000 einsammeln.

MetaWatch hatte bereits letztes Jahr eine entsprechende Uhr für $199 angeboten – ausdrücklich als Entwickler-Version – die mit Android-Geräten per Bluetooth „sprechen“ kann. Inzwischen wurde ein neues Modell veröffentlicht – weiterhin ausdrücklich an Entwickler adressiert und zum gleichen Preis. Dazu gekommen sind im Vergleich zum Vorgänger die Kompatibilität mit iOS (ab Version 5) und vor allem Bluetooth 4.0, das deutlich energieeffizienter ist. Das ist für den Massenmarkt natürlich wichtig, wer will schon eine Armbanduhr, die ständig ans Ladegerät muss?

Das ganze Thema steht natürlich noch am Anfang, aber man kann schon einige Entwicklungen absehen und es dürfte spannend sein, was man in Zukunft alles mit seiner Smartwatch machen kann – ursprünglich konnte man mit Telefonen ja auch nur telefonieren. Und so wie bei vielen der Blick auf die Armbanduhr durch einen Griff zum Handy in der Tasche ersetzt wurde, wenn es um die Uhrzeit geht, wird vielleicht bald der Griff zum Handy wieder vom Blick auf das Handgelenk abgelöst, wenn man nur schnell wissen will, ob neue Mails eingetroffen sind.

Quelle: Metawatch via The Verge

  • Rene_K

    Ähnliche “Uhren”  gab es schon. Ich sehe das eher als nerds and geeks stuff.

  • http://www.facebook.com/benson.bayer Benson Bayer

    Als ich trage immer eine Armbanduhr und so ein Ding würde ich mir, glaube ich, nie umbinden. Das ist schon ein bisschen zur nerdig. Die sehen ja grauenhaft aus.

  • pokipsie

    Pebble ist durchaus interessant, aber der akku verschleiss ist da enorm, wenn ich eine Uhr am Handgelenk habe möchte ich sie nicht alle 7 tage neu aufladen. 
    dazu kommt dass wenn ich sehe dass es ein wichtiger anruf ist oder ich auf die mail/sms/etc. reagieren möchte muss ich nach dem blick auf die «smart-uhr» das smartphone dennoch aus der hosentasche nehmen.

    versteht mich nicht falsch finde das prinzip cool, mag es und zu allem werd ich mir es sicherlich auch kaufen – aber ich denke nach ein paar mal spielen wird das teil bald mal in einer ecke landen. 

    aber ich lasse mich auch gerne positiv überraschen :) a

  • Christian Koch

    die gleiche Argumentation hab ich das letzte mal vor ca 6 Jahren gehört, da wollte auch fast niemand ein Handy, dass man jeden Tag laden muss… 

    Verbinde doch einfach dein Smartphone mit der Uhr und nehm ein Bluetooth Headset dazu, dann musste dein Handy nicht mal aus der Tasche nehmen um abzunehmen. 

  • Piep

    Also ich trage auch eine Armbanduhr, aber diese ganzen Smartwatches sind derart hässlich und nerdig, da kommen die nie aus der Nische raus. Für 200 Dollar bekomme ich auch eine hochwertige und vor allem hübsche Uhr, die beinahe ein ganzes Leben hält wenn man es drauf anlegt und die Batterie muss man auch nur einmal im Jahr wechseln.

  • pimpmy911

    falls das design mal gesellschaftstauglich sein sollte (iPod nano),
    dann doch bitte endlich einen Schreibtisch, wo ich alles induktiv laden kann.

  • MetalHead6

    Eigentlich bringt das gar nichts. Durch die Bluetooth Verbindung geht der Handyakku noch schneller leer und die Uhr muss man auch ständig aufladen.
    Aber dafür hat man das geile Gefühl, man komme aus der Zukunft und das ist schon was wert ;)

  • gfobt

     nur dass der durchschnittliche “Ladezyklus” einer Uhr rund 1 Jahr beträgt, vermutlich eher noch länger. Selbst die besten Langläuferhandys hielten nie mehr als 2 Wochen im produktiven Einsatz, da ist dann doch gefühlt eine Welt dazwischen. Ein Handy ist gefühlt eigentlich immer leer, eine Uhr eigentlich nie. Daher dürfte hier die Toleranz auch deutlich geringer sein, was (zu) kurze Laufzeiten angeht.

  • UkausB

    Dass Carsten vorwiegend Leute kennt, die keine Uhren tragen (und also dauernd ihr fon zücken) zeigt nur wie nerdig NBN ist.
    Macht aber nix ;)

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=666844333 Hans Bickhofe

    Hoffentlich hat man bei der “neuen” Metawatch dazu gelernt. Eigentlich dachte ich das Fossil mehr Erfahrung als Uhrenhersteller in die Entwicklung mit einbringt. OLED Display ist nur bei guter Beleuchtung abzulegen, Software noch sehr buggy, und das die “goldig” schimmernden Lade-/Datenkontakte nur durch ein wenig Schweiss anfangen zu rosten ist schon ein ziemlicher Hammer. Daher freue ich mich schon sehr auf die Pebble.

  • bartsimpson7880

    Ich fand Armbanduhren schon immer lästig. Hab die ‘damals’ einfach als Taschenuhr verwendet.
    Wenn also je wieder eine Uhr an den Arm soll, muss die schon echten Mehrwert bieten.
    Z.b: Mitklingeln/vibrieren (bzw dies automatisch unterlassen, wenn man das Händy stumm stellt) für SMS und Anrufe und entgangene natürlich anzeigen.
    Ein SW-Display, das bei Helligkeit ohne Knopfdruck lesbar ist und lange Laulaufzeit muss natürlich sein. E-Ink wäre ideal, was früher das vergessene Aufziehen war, sind dann heute die unbemerkten Abstürze. ;)
    Dazu Wasserfest (fürs Schwimnmen) und zumindest als Nur-Uhr auch ohne Handy-Verbindung gehen.