Chinesen planen neue Netbook-CPU mit integrierter Grafik

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By Roland
30 Jun, 2009 3:45 pm

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Loongson, Loongson-2F, Godson, CPUEs kündigt sich neue Konkurrenz im Bereich der Prozessoren, Chipsätze und Grafiklösungen für Netbooks an. Die US-Firma Vivante und die staatliche chinesische Chipschmiede ICT wollen im Rahmen einer langfristigen Entwicklungspartnerschaft ihre Technologien für Prozessoren und Grafiklösungen zu einem neuen, stromsparend arbeitenden System-on-Chip-Design verschmelzen lassen, das dann den Stand der Technik in einer neuen Netbook-Generation verbessern soll. Dass Intel nun plötzlich um seine Marktführerschaft fürchten muss, darf allerdings bezweifelt werden.

Das ICT, welches eigentlich Institute of Computing Technology heißt und Teil der Chinese Academy of Sciences ist, steckt unter anderem hinter der Entwicklung der Loongson- bzw. Godson-CPU, einem bisher vor allem bei chinesischen Herstellern verwendeten MIPS-Prozessor. Dieser ist nicht mit den von Intel, AMD und VIA vertriebenen x86-CPUs kompatibel. Der Chip wird in einem 90-Nanometer-Prozess gefertigt und hat eine Taktrate von bis zu 1 GHz, wobei er sich in Sachen Leistung irgendwo auf dem Niveau von Pentium III und 4 bewegen soll.

Wahrscheinlich geht es bei der Zusammenarbeit von Vivante und ICT um eine neue Version eben dieser Prozessoren. Vivante soll dabei seine Erfahrungen in der Entwicklung von Grafiklösungen für Embedded-Systeme mit geringer Leistungsaufnahme einbringen. Das ICT ließ über seinen Chef-Architekten der CPU-Abteilung verlauten, dass man gemeinsam daran arbeiten will, Netbooks leistungsfähiger und benutzerfreundlicher zu machen. Die GPUs von Vivante sollen dabei die ideale Lösung darstellen, weil sie klein sind und mit wenig Strom auskommen, dabei aber dennoch eine ordentliche Grafikleistung mit vollem Funktionsumfang bieten.

Emtec Gdium Netbook
Emtec Gdium Liberty 1000 Netbook mit Longsoon-2F CPU

Vivante entwickelt nach eigenen Angaben eine ScalarMorphic genannte Grafikarchitektur, die sich in diversen Szenarien flexibel einsetzen lässt. Sie bietet angeblich die meiste Leistung pro Quadratmillimeter Chipgröße und pro Milliwatt Leistungsaufnahme im gesamten Bereich des “Mobile Computing, Handheld und Home Entertainment”. Die Chips sollen für ein “visuelles Erlebnis auf PC-Niveau” auch auf kleinen Endgeräten sorgen. Unter anderem unterstützen sie OpenGL ES 2.0/1.1 und die OpenVG API. Außerdem soll eine volle Unterstützung für Googles Android und andere Linux-Betriebssysteme gegeben sein.

Der Loongson- bzw. Godson-Prozessor soll also in künftigen Netbooks in Kombination mit der Vivante-GPU für ausreichende Leistung mit Hardware-beschleunigter Grafikausgabe unterkommen. Ob derartige Geräte es jemals nach Europa schaffen, bleibt abzuwarten. Bisher wird der chinesische Prozessor fast ausschließlich in China vertrieben, wo er allerdings durchaus einige Erfolge feiern konnte und häufig in PCs im Desktop-Format verbaut wird, auf denen dann Redflag-Linux oder eine andere Variante des freien Betriebssystems installiert ist.

In Deutschland gibt/gab es mit dem EMTEC Gdium Liberty 1000 ein Netbook, in dem eine 900 MHz schnelle Variante des aktuellen Loongson-2F Prozessors verbaut ist, der von STMicroelectronics in Lizenz gefertigt wird. Das Gerät sieht äußerlich einem typischen 10-Zoll-Netbook ähnlich und arbeitet mit Mandriva Linux. In Tests konnte das Teil allerdings mangels Leistung kaum überzeugen, wie unser Bericht aus April 2009 zeigt.

[Quelle: Vivante Pressemitteilung]


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  1. China ist groß says:

    irgendwie verstehe ich solche Schlagzeilen wie… nicht.
    …Die Chinesen kaufen….
    …Die Chinesen bauen…
    …Die Chinesen planen …

    es ist EIN Hersteller aus China, oder EINE Firma aus China die etwas kauft/plant/baut/

    …was soll das bitte bezwecken?

  2. Sascha says:

    Es handelt sich hierbei um DIE staatliche Chipmanufaktur.

    China ist gross, da haste recht. Dein Wissen ist bescheiden, da habe ich recht :)
    Ich weiss schon, warum die meissten Leute hier besser anonyme Kommentare hinterlassen.

  3. Doc Frank says:

    Ehrlich gesagt habe ich mir nie Gedanken darum gemacht, wo ein Land wie China eigentlich ihre Prozessoren herbekommt. Es kann jedenfalls nie schaden, wenn auch andere Hersteller brauchbare CPUs auf den Markt bringen.

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