By Casi
19 Jun, 2012 9:00 am
Die richtigen Google+-Hardliner können es langsam sicher nicht mehr hören, wenn ihnen “ihr” Social Network madig gemacht wird. Gerne wird davon gesprochen, was für ein Totentanz dort stattfindet, aber meiner Meinung nach hat das auch damit zu tun, welche Kontakte man dort hat und welche Ziele man verfolgt. Gerade im Techbereich sind unendlich viele wichtige und spannende Ansprechpartner vorhanden und Diskussionen erreichen eine ganz andere Tiefe als bei Facebook oder Twitter. Dennoch darf man aber auch seinen Blick nicht davor verschließen, dass die breite Masse – also all die Nicht-Nerds – den Zugang zu Google+ nicht so richtig zu finden scheinen.
Ein Indiz dafür sind die Social Games, die ihr auch auf Google+ zocken könnt. Schaue ich dort vorbei und spiele tatsächlich mal so ein Game, stelle ich beim Blick auf die High Scores zumeist fest, dass ich der Einzige bin unter all meinen Kontakten dort, der auch nur ein einziges Spiel gewagt hat. Jetzt könnt ihr natürlich sagen, dass der Fokus auf anderen Dingen liegt dort – und habt damit auch absolut Recht – aber eben genau das bestätigt, dass dort ein anderes Volk unterwegs ist und sich zig Millionen zwar angemeldet haben, aber das Netzwerk heute wenig bis gar nicht nutzen.
Da ist es leider auch nicht verwunderlich, dass Spiele-Klitschen wie Wooga oder PopCap nach und nach ihre Spiele dort aussortieren. Bejeweled Blitz könnt ihr seit gestern nicht mehr dort spielen und Wooga hat mit Diamond Dash und Bubble Island nach Monster World ebenfalls weitere Titel aussortiert. Begründet wird der Schritt damit, dass die Zugriffszahlen einfach nicht relevant sind im Vergleich zu Facebook.
Nach wie vor könnt ihr – so ihr denn wollt – noch auf über 40 Spieletitel zurückgreifen. Die Tendenz ist jedoch klar und so muss sich Google hier wirklich langsam was überlegen, wie man den Otto Normal-Surfer von Facebook auf sein eigenes Netzwerk locken möchte. Ansonsten müssen wir uns vielleicht alle damit abfinden, dass das technisch wesentlich ausgereiftere Netzwerk in diesem Fall eine reine Nerd-Veranstaltung bleiben wird.
Quelle: Mashable














