By Roland
05 Jul, 2009 12:15 pm
Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang hat erstmals öffentlich konkrete Angaben zu den Kosten der von seinem Unternehmen unter der Marke ION vertrieben Chipsatzlösung mit integrierter GeForce 9400M Grafik gemacht. Offenbar müssen die Netbookhersteller bis zu drei Mal mehr zahlen, wenn sie Nvidia ION anstelle der Intel-eigenen Chipsätze für den Atom-Prozessor verbauen wollen.
Laut Huang müssen die Hersteller für den Nvidia ION Chip zwischen 30 und 35 US-Dollar zahlen. Dies sei zwar ein erheblicher Wert, lässt sich aber seiner Meinung nach nicht vermeiden, wenn man eine gute Darstellung von höher aufgelösten Videos haben möchte, erklärte Huang gegenüber der französischen Zeitung La Tribune. Wer in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam mitgelesen hat, weiß wie es passieren kann, dass die Netbook-Hersteller bei der Verwendung von ION kräftig draufzahlen dürfen.
Schon vor einiger Zeit hatte Nvidia über eine unfaire Preisgestaltung bei Intels Atom-CPUs geklagt, weil der Halbleiterriese den Atom einzeln für rund 45 US-Dollar verkauft, während er zusammen mit einem Intel-Chipsatz für gerade einmal 25 US-Dollar zu haben ist. Nvidia kann dadurch kaum konkurrieren, da die Netbook-Hersteller im harten Wettbewerb immer sehr knapp kalkulieren, so dass sie Intel durch die Preisnachlässe beim Kauf des Atom inklusive Chipsatz an sich binden kann.
Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach: Will der Netbook-Hersteller in seinem Gerät den Atom zusammen mit ION verbauen, werden einmal 45 US-Dollar für die CPU und nochmal 30 bis 35 US-Dollar für den Chipsatz fällig. Letztlich zahlt er so bis zu 80 US-Dollar statt der dank Intels fragwürdiger Rabattpolitik möglichen 25 US-Dollar für die gesamte Plattform bei Verwendung eines Intel-Chipsets. Das ist mehr als das Dreifache. Nun wissen wir also, warum ION-Netbooks teilweise deutlich teurer sein werden.
[Quelle: X-Bit Labs via Liliputing]













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