By Roland
05 Jul, 2009 8:20 pm
In der letzten Woche sind eine ganze Reihe neuer Details zu Intels Plänen für die Desktop-Variante der neuen Pineview Atom-CPUs aufgetaucht. Unter anderem wurde bekannt, dass sowohl die einkernige, als auch die zweikernige Variante des neuen Chips passiv gekühlt werden können. Damit dies möglich wird, hat Intel die Leistungsaufnahme weiter reduziert, was an anderer Stelle allerdings für Einschränkungen sorgt. So will Intel offenbar die Auflösung bei der digitalen Grafikausgabe beschränken und zusätzliche HD-Decoderchips einsetzen, damit der schwachbrüstige Grafikteil nicht überfordert wird.
Wie Fudzilla heraus fand, hat Intel seine Partner unter den Hardwareherstellern informiert, dass die neuen Pineview-Atoms, bei denen CPU und Grafikkern auf einem Chip untergebracht sind, eine im Vergleich zu den aktuellen Atoms um rund 50 Prozent geringere Abwärme produziert. Dadurch können Single- und Dual-Core Pineview-Atom-CPUs für den Desktop ohne Lüfter auskommen, was komplett lüfterlose Nettops ermöglicht. Für uns bedeutet dies, dass wir uns nach einigen Jahren nicht mit eventuell lärmenden Lüftern herum schlagen müssen, die sich bei den meisten Nettops nur mit einigem Aufwand austauschen ließen.
Vorerst bleibt der Takt auf 1,66 Gigahertz begrenzt, wobei angeblich ab dem zweiten Quartal 2010 auch Desktop-Pineview-CPUs mit höherer Frequenz zu erwarten sein sollen, was allerdings auch eine Erhöhung der Verlustleistung bedeutet. Der Grafikkern der Pineview-Desktopversion bleibt der bereits beim Poulsbo-Chipsatz für Intel Atom Z5xx-Prozessoren verwendete GMA500, dessen Taktrate etwas erhöht wird. In Sachen Leistung wird dies jedoch auch keine Wunder bewirken. Zusammen mit dem Ziel, die Desktop-Variante ebenfalls lüfterlos betreiben zu können, sorgt dies dafür, dass Intel offenbar eine Beschränkung der Auflösung bei der Videoausgabe über digitale Ausgänge und eingebaute Displays plant.
Den Angaben von Fudzilla zufolge will Intel die Auflösung bei LVDS auf 1366×768 Pixel beschränken. Nettops mit größeren eingebauten Displays oder der Anschluss von höher aufgelösten Displays per DVI dürften also nicht möglich sein. Gleiches gilt für Späße wie HDMI oder gar DisplayPort. Bei der Bildausgabe per VGA gibt es hingegen keine wirklichen Hürden, wenn man denn mit maximal 2048×1536 Pixeln im 4:3-Format und mit typischem Gerausche leben kann. Damit man mit dem ollen GMA500 sinnvoll Videos schauen kann, will Intel außerdem verstärkt auf HD-Decoder von Drittanbietern setzen.
Diese Chips sollen dem neuen Intel Atom D410 und D510 bei der Wiedergabe von höher aufgelösten Videos auf die Beine helfen, wobei dies allerdings erstmal nur bei normalen Videos etwas bringt, denn noch gibt es keine Hardwarebeschleunigung für Flash-Videos. Ingesamt wird bei den neuen Pineview-Prozessoren immer deutlicher, dass Intel die Chips immer stärker im Low-End-Segment platziert, so dass jeder, der mehr Leistung braucht, zu den neuen ULV-Prozessoren aus dem Sortiment des Chipmonsters greifen müssen wird.











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