By Roland
08 Jul, 2009 8:34 pm
Der Kollege Pierre von Blogeee hat dem kommenden ASUS Eee Keyboard vorab schonmal unter die Haube schauen können, auch wenn es sich bei dem von ihm gezeigten Gerät noch um ein Vorserienmodell handelt – wo hat er die eigentlich immer her?! Das Eee Keyboard ist jedenfalls eine Art Tastatur mit eingebautem Nettop-PC auf Intel Atom N280 Basis. Technisch unterscheidet sich das Gerät nur wenig von ASUS’ Netbooks, in vielen Details hat die Entwicklungsabteilung aber ganze Arbeit geleistet und ein einerseits kurioses, andererseits aber durchaus interessantes Konzept in die Tat umgesetzt.
Statt das ASUS Eee Keyboard, das sowohl als Nettop mit angeschlossenem Display, als auch über den vertikal verbauten Touchscreen bedient werden kann, erst einmal ausführlich zu testen, geht es gleich ans Eingemachte. Da es keine Abdeckungen gibt, die den einfachen Zugriff auf die Komponenen gibt, hat Pierre einfach mal zum Schraubendreher gegriffen und das Gerät auf diesem Weg geöffnet. Nach neun Schrauben wird deutlich, warum es keine Klappen gibt – alle Komponten stecken in der “Bodengruppe”, lediglich Display und Tastatur sind im oberen Teil untergebracht. Die meisten Komponenten hat ASUS auf einem langgestreckten Mainboard untergebracht, darunter auch der fest aufgelötete und somit nicht erweiterbare Arbeitsspeicher von einem Gigabyte Kapazität.
Am linken Rand befindet sich ein einsamer 4-cm-Lüfter, der die Abwärme von Prozessor und Chipsatz über eine Kupfer-Heatpipe aus dem Gehäuse schaufelt. Der vom Hersteller mit einer maximalen Lärmentwicklung von 24 dB spezifizierte Lüfter soll im Betrieb kaum zu hören sein. Gleich darunter sind ein mikriger Lautsprecher und das Bluetooth-Modul verbaut. Der Lautsprecher wird durch die Positionierung direkt unter dem linken Teil der Tastatur etwas gedämpft, dürfte also bei Skype-Gesprächen nicht die beste Lösung sein. Unterhalb der Hauptplatine sind weitere Komponenten angeordnet, darunter auch eine speziell für das Eee Keyboard angepasste 16-GB-SSD, die so in keinem anderen Gerät eingesetzt werden kann.
Am rechten Ende des Gehäuses (hier links im Bild, jaja, nicht ganz einfach, verkehrt herum zu denken
) sitzt der mit 1880mAh/13,91Wh etwas knapp bemessene Akku, der für kurze Spritztouren auf das Sofa durchaus hilfreich sein kann. Gut eineinhalb Stunden hält er durch, ob in der finalen Version ein größeres Modell im Einsatz ist, wissen wir nicht. Unter der Batterie parkt ASUS eine WLAN-Karte, die Pierre allerdings mangels eines passenden Treibers nicht nutzen konnte. Die beiden Antennenkabel verlaufen in Richtung dem oberen Ende des Gehäuses. Die Tastaturbeleuchtung erfolgt offenbar über zwei einfache LEDs. Ein HDMI-Chip von Silicon Image ermöglicht die Bildausgabe über den HDMI-Port, wobei die Chipsatzgrafik GMA950 dadurch auch nicht leistungsfähiger wird.
Alles zusammen bringt gerade einmal 950 Gramm auf die Waage und der Stromverbrauch übersteigt im Betrieb nie die 25-Watt-Marke. Als Nettop wäre das Eee Keyboard sicherlich interessant, wobei der ein wenig nutzlose Touchscreen dann auch wieder hinfällig ist. Bei ordentlicher Ergonomie der Tastatur würd’ ich glatt darüber nachdenken, mir so ein Teil zuzulegen. Wozu überhaupt noch einen Nettop auf den Tisch stellen, wenn man den kompletten Rechner auch in der Tastatur unterbringen kann. Aber das hatten wir ja alles schonmal.
[Quelle: Blogeee]















Pingback: ASUS Eee Keyboard im Oktober, ION Eee Box & All-In-One im September | Netbooknews.de - das Netbook Blog