By CarstenD
13 Jul, 2012 1:00 pm
Greenpeace hat ein Update zu ihren „How Clean is Your Cloud?“-Bericht veröffentlicht, in dem es um die Fortschritte Apples geht. Laut Greenpeace gibt es bei Apple ernsthafte Bemühungen, die Energieversorgung der iCloud-Rechenzentren „grüner“ zu gestalten, was sich auch in den Noten niederschlägt.
Unverändert mit D bewertet ist die Transparenz bei Apple, was wenig wundert, schließlich ist Apple in jeder Beziehung als nicht sehr auskunftsfreudig bekannt. Bei der Standortwahl konnte sich Apple von F auf D leicht verbessern, aufgrund der Ankündigung ihr viertes Rechenzentrum in Nevada aufzubauen, wo erneuerbare Energiequellen in entsprechender Menge zur Verfügung stehen. Aber eine echte Langzeitstrategie, eine Standortauswahl (auch) unter dem Aspekt erneuerbare Energien zu treffen fehlt bislang.
Bei der Energieeffizienz und der Reduktion von Treibhausgasen erhält Apple statt einem D immerhin schon ein C. Aber auch hier kommt deutliche Kritik an Apples Informationspolitik: Zwar gab es einige Verbesserungen in dem Bereich der Effizienzverbesserung, aber Apple informiert zu wenig darüber, so dass auch andere Unternehmen nichts aus den Erfahrungen von Apple lernen könne. Aus Sicht von Greenpeace ist die Kritik nachvollziehbar, aus Sicht eines Unternehmens ist das Interesse die Konkurrenz an eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen natürlich eher gering. Eine weitere Verbesserung erreicht Apple bei den Investitionen in erneuerbare Energien, auch hier von D auf C. Aber auch an dieser Stelle kritisiert Greenpeace wieder die Informationspolitik in Cupertino.
Mit diesen Verbesserungen kommt Apple noch lange nicht an die Spitze im Greenpeace-Ranking, aber zumindest ist das Unternehmen – zumindest was die von Greenpeace gesetzten Kriterien angeht – auf dem richtigen Weg. Dieser Zwischenbericht (PDF) soll dann wohl auch zugleich Zuckerbrot und Peitsche für Apple sein: Einerseits die bisherigen Bemühungen anerkennen, andererseits aber auch sehr deutlich auf die noch reichlich vorhandenen Defizite aufmerksam machen. Für die Zukunft bleibt die Hoffnung, dass es Greenpeace gelingt die ganze Industrie hier anzutreiben und wir irgendwann alle die neuen Cloud-Dienste ohne schlechtes Öko-Gewissen nutzen können, egal von welchem Anbieter sie kommen.
Quelle: Greenpace Blog














