By CarstenD
25 Jul, 2012 8:00 am
Schlappe $2,5 Milliarden Schadensersatz fordert Apple von Samsung in den USA – oder auch mehr, schließlich sei das eine konservative Schätzung. Eine stattliche Summe ist das: $2.525.000.000 – und wenn man diese Zahl mal mit dem dem letzten Quartalsgewinn von $8,8 Milliarden vergleicht, dann zeigt das auch, welche Bedeutung Apple dem eigenen Geräte- und Oberflächendesign beimisst. Natürlich ist Apple der festen Überzeugung, Samsung habe die angesprochenen Patente absichtlich verletzt, die Koreaner hätten sich entscheiden den Wettbewerb zu führen indem sie Apple kopieren. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Selbst der größte Apple-Fan muss (oder müsste) zugeben, dass unter den Designpatenten von Apple einige nicht wirklich überzeugende dabei sind. Nun sind aber Gesetze und darauf basierende Urteile nicht immer mit dem sog. gesunden Menschenverstand nachvollziehbar. Sollte sich das Gericht in diesem Fall der Auffassung von Apple anschließen, dann könnte die Schadensersatzsumme noch mal deutlich steigen.
Apple behauptet nun also, dass ihnen bis zum 31. März 2012 $500 Millionen an Gewinn entgangen wären, weil Samsung angeblich so dreist und böse das iPad und das iPhone kopiert hätten. Auf der anderen Seite wirft Samsung Apple vor deren Patente zu verletzen, hier handelt es sich jedoch um Patente, die für die Implementierung von 3G/UMTS-Standards unverzichtbar seien. Da rechnet Apple vor, dass Samsung hier nicht mehr als $0,0049 pro Gerät zustünden. Das erscheint erstmal sehr wenig, vor allem im Vergleich zu den Forderungen Apples von $2,02 bis zu $24 pro verkauftem Gerät für die eigenen Patente. Die Rechnung von Apple ist aber durchaus logisch: Es handelt sich bei den Samsung-Patenten um solche, die zu fairen und nicht-diskriminierenden Bedingungen lizenziert werden müssen, laut Apple machen diese Samsung-Patente nur 5,45% aller für den UMTS-Standard nötigen Patente aus und in Relation zu den Kosten für die anderen Patente ergäbe sich dieser in Anbetracht der Gegenforderung lächerlich wirkende Betrag.
Quellen: Foss Patents via The Verge














