By Roland
16 Jul, 2009 5:40 pm
Nachdem vor einigen Tagen schon der koreanische UMPC-Anbieter Raon Digital von der Bildfläche verschwand, hat sich nun mit dem britischen/amerikanischen Hersteller Everex ein Netbook-Anbieter vom Markt verabschiedet. Das Unternehmen war vor allem für seine extrem günstigen Systeme bekannt, die dank besonders billig eingekaufter Komponenten von meist auch nicht höherem Wert, zu erheblich niedrigeren Preisen zu haben waren, als die Produkte der Konkurrenz. Ob wir Everex nun wirklich nachtrauern müssen, ist daher wohl fraglich.
Die Kollegen vom LaptopMag machen keinen Hehl daraus, dass die Produkte von Everex oft kaum mehr wert waren, als das Plastik, in das sie gehüllt waren. Man geht sogar so weit, sich zu wünschen, dass Everex doch bitte nicht auf die Bildfläche zurück kehren sollte.”Asche zu Asche, Mist zu Mist”, heißt es da wohl nicht ganz unbegründet. Tatsächlich war das von Everex vermarktete Netbook auf Basis von VIAs altem Referenz-Design (das hierzulande in ähnlich seltsamer Form auch von Packard-Bell und Belinea angeboten wurde) nicht gerade ein großer Wurf.
Das VIA Referenz-Design wurde in der Inkarnation von Everex mit dem typischen 7-Zoll-Display der Netbooks der ersten Generation mit einer mageren Auflösung von 800×480 Bildpunkten angeboten. Unter der Haube steckte VIAs alter C7-M in der Variante mit nur 1,2 Gigahertz zusammen mit einer 30-Gigabyte-Festplatte oder diversen SSDs. Immerhin gab es einen DVI-Ausgang. Als Betriebssystem war allerdings nicht Windows XP Home Edition ULCPC, sondern das gOS Cloud OS im Einsatz, eine Linux-Variante mit Schwerpunkt auf Web-Anwendungen von Google.
Wollen wir hoffen, dass es weiterhin möglichst wenige Anbieter erwischt, auch wenn einige es vielleicht nicht anders verdient hätten.
Quelle: LaptopMag












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