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Strategy Analytics: Musik-Streaming weiter auf dem Vormarsch, Umsatz wächst um 40 Prozent

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16 Aug, 2012 9:00 pm

2 Comments

Als ich zu bloggen angefangen habe vor ein paar Jahren, da war das Internet für die Musikindustrie noch der Teufel höchstpersönlich. Man sah hier keine Chancen, was neue Produkte und Vertriebswege angeht, sondern nur eine Gefahr für die klassischen, physischen Tonträger. Das Bild hat sich natürlich längst gewandelt, wenngleich die CD-Verkäufe immer noch den größten Teil der Einnahmen ausmachen. Strategy Analytics wirft nun einen Blick auf dieses Jahr und hat Zahlen für uns, die ganz klar aufzeigen, dass Streaming-Dienste wie Rdio und Spotify hier deutlich auf dem Vormarsch sind.

In der Grafik erkennt ihr nicht nur besagte Streaming-Dienste, sondern auch die prozentuale Veränderung bei den Downloads. Sowohl global als auch lediglich auf Europa bezogen erwartet man starke Zuwächse, in der EU liegt man mit satten 48 Prozent Zuwachs nochmal deutlich vor den weltweiten Gewinnen. 1.1 Milliarden Dollar sollen weltweit in diesem Jahr durch Spotify und Co erwirtschaftet werden.

Das ist deutlich weniger, als sich weltweit mit MP3-Downloads verdienen lässt (3.9 Milliarden Dollar), aber die Umsätze auf diesem Feld steigen und steigen und zeigen somit an, dass diese Form des Musik-Konsumierens immer größere Akzeptanz genießt. Noch macht der Verkauf der physischen Tonträger über 60 Prozent insgesamt aus, was im Umkehrschluss aber natürlich auch bedeutet, dass wir in absehbarer Zeit online mehr Geld in Musik investieren als auf dem klassischen Weg.

Das freut den Musikfan wie ich einer bin auf der einen Seite, weil mir die neuen Möglichkeiten so viel großartige Musik aufzeigen, ohne die ich vermutlich ohne das Netz nicht oder erst viel später gestoßen wäre. Zudem hab ich meine gewünschte Musik jederzeit verfügbar, ohne mich auf Liefer- oder Öffnungszeiten einlassen zu müssen, aber natürlich sehe ich das auch alles mit einem weinenden Auge. Die Zeiten von aufwendigen und ansehnlichen Platten-Covers scheint somit abgelaufen zu sein, und immer seltener werden ganze Alben von vorne bis hinten durchgehört, weil immer mehr Leute sich einfach nur die Perlen rauspicken beim Online-Kauf oder beim Erstellen ihrer Playlists. Darüber hinaus würde mich mal interessieren, welcher Künstler wirklich signifikante Einnahmen durch Spotify, Simfy oder Deezer vorzuweisen hat, meiner Erkenntnis nach fällt da nämlich wenig bis gar nichts für die Bands ab.

Nichtsdestotrotz ist dieser Trend aber natürlich nicht umkehrbar und bleibt unter dem Strich erfreulich, bedeutet es doch auch, dass die große Masse von Musikfreunden bereitwillig Geld in die Hand nimmt für Musik, anstatt sie sich illegal irgendwo zu besorgen.

Quelle: ZDnet

  • m. scheyhing

    physische datenträger braucht die welt nicht mehr. je eher die musikindustrie das begreift, desto eher können sie aufhören zu jammern…

  • Stefan Dienst

    Durchschnittliche Ausgaben für Musik meinerseits Pro Jahr vor spotify: 30 Euro. nun: 12 * 10 Euro ;-)