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Netbooks mit mehr als 12 Zoll und AMD/VIA-CPUs im Anmarsch

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31 Jul, 2009 6:52 pm

18 Comments

ECS T30IL, NetbookDie zahlreichen und vor allem äußerst kreativen Netbook-Hersteller in China haben festgestellt, dass unsere kleinen Lieblinge ja eher begrenzte Bildschirmgrößen bieten. Wer mehr Platz auf dem Desktop braucht, muss entweder gute Augen haben, um auf den höher aufgelösten 10-Zoll-Displays noch sinnvoll arbeiten zu können, oder er greift gleich zu einem Gerät mit einem größeren Display. Doch statt in diesem Bereich auf Intels ach so tolle CULV-CPUs zurück zu greifen, verwenden die chinesischen Billig-Anbieter lieber Prozessoren von VIA und AMD, um Netbooks mit Display-Diagonalen von über 12 Zoll anzubieten. Und ja, ihrer Meinung nach sind auch diese Geräte Netbooks.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf die in Taiwan erscheinende chinesischsprachige Wirtschaftszeitung Commercial Times meldet, haben diverse Hersteller in China begonnen, White-Box-Netbooks mit Displays über 12 Zoll Diagonale zu bauen. Als CPUs kommen wie erwähnt Chips von VIA oder AMD zum Einsatz, wohl auch um so möglichen Auflagen des Halbleiterriesen Intel zu umgehen, der die Lieferzahlen seiner Atom-CPUs gerne mal beschränkt, wenn ein Hersteller nicht das macht, was man ihm gerade im Rahmen der eigenen Produktstrategie vorschreibt.

Die Prozessoren der Konkurrenten sind zudem deutlich günstiger als selbst Intels Atom. Dies dürfte der Hauptgrund für die Wahl von VIA- oder AMD-CPUs sein, sollen doch gerade die Chips der kleinen taiwanischen Chipschmiede um bis zu die Hälfte günstiger zu haben sein als Intels vergleichbare Plattformen. Obwohl die Geräte teilweise deutlich größer ausfallen als die bisher üblichen Netbooks, vermarkten die Hersteller aus China sie als solche und positionieren sie so irgendwo zwischen ihren kleinen Netbooks mit Atom-CPUs und den von Intel gerade bevorzugten CULV-Notebooks.

Wir dürfen gespannt sein, wann die ersten 13,3- und 14-Zoll-Netbooks auch bei uns Einzug halten. Oder was auch immer die Hersteller gerade unter dem Begriff Netbook vermarkten wollen.

Quelle: DigiTimes

  • eeetube

    … sind das jetzt wirklich noch netbooks???

  • Doc Frank

    Mit einer Ausweitung des Netbook-Begriffs am Rechner bis 12″ kann ich gut leben, aber 13 oder 14″? Wieso sollen das keine Subnotebooks sein? Wegen dem sparsamen Prozessor?

  • Name

    Wie wäre es mit Giant Netbook?

    Aber so langsam kommt der Stein ins Rollen, wird auch verdammt nochmal Zeit. Schon seit einem Jahr keine Weiterentwicklung in Sachen Leistung.

  • Habakuck

    Hurra, endlich, bei meinem 10″ EEE hat mich immer gestört, dass man sogar bei Youtube-Videos scrollen muss um das Bild zu sehen.
    Her mit den 13ern!

  • schalker91

    Da hat sich Intel wohl selber ins Bein geschossen mit seinen Auflagen – lang lebe die Konkurrenz und AMD!

  • Backflip

    Für die Preise kann man dann wahrscheinlich gleich gute und viel Leistungstärkere 15,4 Zöller kaufen. Wenn man daran denkt was der Erfinder der Eeepcs beispielweise für 399 € mit dem ASUS X5DIJ-SX018 auf die Beine stellt. 15,6 Zoll mit LED-Hintergrundbeleuchtung(1366X768), Intel T4200 Dualcore 2X2 GHZ, 2 GB Ram, 250 GB Festplatte, einer Intel GMA 4500 M , Double-Layer-DVD-Brenner und einem wirklich guten Akku zwischen 3 und 5 Stunden. Und laut notebookjournal.de eine wirklich gute Verarbeitung (Deckel fällt u.a. besonders auf) Warum soll man dann auf diese großen Netbooks warten? Da Asus nicht der einzige Anbieter ist, der mittlerweile derart günstige Notebooks im Sortiment hat (z.B. Acer, Hp) ist das eine totale Fehlentwicklung. Hypothese: Menschen die vor einem großen Bildschirm sitzen, denken zwangsläufig das Gerät vor ihnen hätte mehr Leistung. Ich für meinen Teil zumindest würde mit einem großen Display gleich irgendwie mehr Leistung assozieren und warscheinlich entäuscht werden. Und der Leihe der das Gerät im Internet oder im Shop sieht wird nachher eine böse Überraschung erleben, wenn er denkt man könne das Netbook gut für leistungsaufwendige Programme verwenden. Schließlich würde der Formfaktor im Vergleich zu den 10 Zöllern auch nicht punkten können. Und für Buisness-Kunden wird das wohl auch nichts sein, die greifen doch gleich zum Subnotebook! Ein 12 Zoll Display als Heraustellungsmerkmal reicht nicht, da muss noch ein anderes Gimmick vorhanen sein! Man kann nur vermuten, dass die Hersteller diese Art Hardware auf den Markt schmeißen, weil die Gewinnspannen enorm sind. Die Komponenten sind schließlich sehr viel günstiger im Vergleich zu richtigen Notebookkomponenten. Der Hype auf die Netbooks legitimiert dann den hohen Preis. Wie beim Glare-Trend geht es meiner Meinung nach nur darum den Kunden zu blenden. Hauptsache das Gerät macht einen schönen Eindruck wenn man es im Geschäft sieht. Folgenden Wirkungskette ergibt sich nach meiner Meinung: Glare = wie bei Appel = hochwertig = oh großes Display = noch besser = hier verschwimmern dann die Grenzen zum richtigen Notebook = der Käufer sagt, ja Notebooks kosten immer viieeeellllll mehr (allet klar!) = das Argument zieht = Netbook gekauft = zu Hause sitzt man vorm 12 Zöller und sagt redet sich das Netbook schön und kommt zum resultat: “Ja eigentlich die Leistung” Eigentlich braucht man die Leistung = der Hype um die Netbooks legimiert dann das Missempfinden = Man liegt ja schließlich im Trend!
    Sorry 12 Zoll geht gar nicht, zumindest nicht dann, wenn man nicht wirklich nur die Leistungsressourcen will, die ein Netbook hat!
    Leider werden die Kunden immer wieder geblendet. Netbooks an sich sind wirklich eine Bereicherung für den Arbeitsalltag, vermittelt wird aber was anderes. Ich denke an den Kunden dem bei einem Großhändler ein 701er Angeboten wurde, obwohl dieser meinte er wolle Hausarbeiten schreiben!

  • Backflip

    *vermittelt wird, dass sie für Dinge gut sind, für die sie gar nicht gut sind

  • Micha

    es ist immer wieder faszinierend wie man die restrektiven Festlegungen seitens Intel umgeht. Aber von diesem Netbook/Notebook-Streit (ohh jetzt hab ich es doch geschrieben ) bekomm ich langsam Kopfschmerzen

  • UKausB

    Ich vermisse den Kommentar von Sascha in welchem er in polemischem Ton Roland dafür angreift, dass er nicht ato-cpus und displays ab 12 zoll hier erwähnt..
    aber im Ernst – mehr als 12 zoll und 1,5 kg ist für mich auck kein netbook mehr…

  • http://n/a smoo

    Vielleicht gibt es bald sogar 18,4″ Netbooks… Wenn man den Begriff nur dadurch definiert, dass nur so gerade ausreichend leistungsfähige Hardware eingebaut ist, wär das ja möglich. Vielleicht gäb es sogar einen Markt dafür – ein leiches, billiges 18,4″ Notebook als mobile Surf-/Video-/Musikstation für zu Hause, mit akzeptabler Akkulaufzeit…
    Weitergesponnen hieße das vielleicht sogar, dass es bald fast nur noch Netbooks gibt (von 9″-18,4″). Eigentlich gar nicht so abwegig, weil die Leistung eines Atoms o.ä. ja für 90% aller Computernutzer ausreicht.
    Es gibt dann nur noch ein paar Leute, die sich für ihre Photoshop- oder Videoarbeiten und Spiele Notebooks mit Hammerprozessoren kaufen, eben die restlichen 10%…

  • Britney

    unter 7 Zoll = MID/UMPC
    7 bis 11,6 Zoll =Netbook/Net-Tablet
    bis 14 ” =Mid-/Media/ULV-Book
    ab 15″ = Notebook/Desktopreplacement

    So sollte es sein :)

  • Martin

    “Steve Ballmer hat auf dem jährlichen Analystentreffen freimütig bekannt, dass Microsoft und die Computerhersteller bislang dabei versagt hätten, den Nutzern die richtigen Netbooks anzubieten. Nötig seien flache Geräte mit mehr Rechenpower und vor allem größeren Displays.”
    Quelle : golem.de

    Laut Steve Ballmer sind auch Notebooks mit schwachen prozesoren auch netbooks das würde zb heissen das Apple schon seit ein paar jahren ein Netbook anbietet und zwar das macbook air .

    Meiner meinung nach ist das totaler schwachsinn man sollte den begriff endlich mal ne feste defination geben und nicht andere artikel die nichts mehr mit netbooks eigentlich zutun haben damit vermarkten.

  • Issac

    ich würde den herstellern sagen:
    baut einfach interessante produkte, auch hübsche kleine reisebegleiter,
    gerne auch mit mehr leistung, auflösung usw.

    und wie die dann heißen sollen: egal
    es hat sich ja gezeigt dass es da keine echten grenzen mehr gibt
    außerdem verschieben sich die ja ständig

    stibt das netbook dann aus nur weil in ein paar jahren bessere prozessoren zur verfügung stehen?
    oder stirbt es aus nur weil andere ideen auf dem markt sind?
    muss dann sascha den laden dicht machen?

    sicher nicht!

  • OSaG

    jop, genau…
    irgentwann haben wir dann 17″ Netbooks nur weil die Auflösung nicht mehr für natives Full HD gereicht hat…
    Hat mit den handlichen kleinen 7 und 9″ern die für mich die eigentlichen Netbooks waren/sind wenig zu tun, wie sich die Sache mit den Displaygößen erweitert ist meiner Meinung nach nur ausnutzen eines Boomenden Begriffs: Netbook
    Natürlich ist es fein die ganze Musiksammlung auf HDD und ein 10-12″ Display mit höherer Auflösung mitzunehmen, aber ich finde das alles irgentwie nicht mehr Ursprünglich…
    Mein “Traum” – Netbook ist immernoch der ASUS EeePC 901 – weil er für mich den Begriff Netbook noch am ehesten Beschreibt: verdammt klein, SSD (stoßunempfindlich), lange Akkulaufzeit usw.
    Haben tu ich einen 701er – der mir bis heute gute Dienste leistet, das einzige was bei dem wirklich unpraktisch ist: die Displayauflösung..

  • Hallo

    @Martin:
    wenn du einen C2D mit 1,6 GHz schwach oder langsam findest weiß ich auch nicht mehr…

  • http://www.lorm.de/ Malte Landwehr

    Also bei 12 Zoll kann man doch wirklich nicht von Netbooks sprechen. Als ich mein Samsung Q45 gekauft habe (müsste 12,1 Zoll haben) war es noch ein (Sub)Notebook. Jetzt auf einmal Netbook? Ich finde nicht, dass man die Arbeit mit einem 12-Zoller mit der an einem 7- oder 9-Zoller vergleichen kann. Umgekehrt geht es natürlich nicht mit der Mobilität.

  • adriano

    Hallo zusammen,
    bei computerbase gabs gestern News über das Samsung N510-@nyNet N270 B21 (11,6 Zoll) mit NIVIDIA ION!!! Soll angeblich Mitte September für 499 Euro auf den Markt kommen und wird bald offiziell vorgestellt. Ein super Gerät wie ich finde…
    LG

  • Tobias

    Also ehrlich gesagt ist es mir mittlerweile ziemlich egal, was die Hersteller als Netbook bezeichnen. Wichtig ist doch, daß für uns die passenden Geräte dabei sind. Und da scheint die Branche insgesamt durchaus auf dem richtigen Weg zu sein, wenn ich den Trend zu flachen, leichten, langlaufenden Geräten sehe. Die Leistung, die ein durchschnittlicher Anwender braucht, wird hier zu günstigem Preis geboten.