By Roland
28 Aug, 2009 3:19 pm
Es bringt nicht alles Geld, was glänzt. So oder so ähnlich lassen sich Acers jüngste Quartalszahlen für die letzten drei Monate des Geschäftsjahres umschreiben. Der taiwanische Computerkonzern musste einen Rückgang seiner Gewinne in Kauf nehmen, obwohl die Verkaufszahlen an zulegten. Und wer ist schuld an den ach so enttäuschen Zahlen? Richtig, die Netbooks! Unsere kleinen Begleiter werfen einfach nicht genug Gewinn ab, denn letztlich verdient Acer mit jedem verkauften Notebook so viel wie mit sechs Netbooks.
Wie Reuters unter Berufung auf den Geschäftsbericht von Acer für das zweite Quartal berichtet, musste der Marktführer unter den Netbook-Anbietern einen kräftigen Rückgang seines Nettogewins hinnehmen, denn man verdiente in der Zeit von April bis Juni gerade einmal rund 70 Millionen US-Dollar. In der gleichen Zeit des Vorjahres waren es noch ganze 88 Millionen. Auch der Umsatz selbst sank gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um fünf Prozent und lag bei 3,62 Milliarden US-Dollar. Neben den Netbooks sind es auch gesunkene Einnahmen aus dem Firmenkundengeschäft, die Acer ein wenig zu schaffen machen. Der Rückgang macht sich allerdings wegen einem Schwerpunkt bei den Privatkunden weniger bemerkbar als etwa bei Dell.
Letztlich tut Acer offenbar so einiges, um seinen Platz an der Spitze des Netbook-Markts zu verteidigen. Wenn man sich die verhältnismäßig niedrigen Preise ansieht, die Acer in einigen Märkten für seine Netbooks verlangt, verwundert es im hart umkämpften Markt wenig, wenn die Gewinnspanne extrem gering ausfällt. Andererseits fragt man sich bei den Kampfpreisen der aktuellen normalen Notebooks ebenfalls, wo da noch die genannte sechsfach höhere Marge zu erzielen sein soll. Wahrscheinlich sind es doch eher die High-End-Geräte, die noch Geld einbringen, aber eben in kleineren Stückzahlen verkauft werden.
Quelle: Reuters










