Home > Blog > mSATA als Standard für Netbook-SSDs

mSATA als Standard für Netbook-SSDs

By
22 Sep, 2009 5:01 pm

3 Comments

mSATAWenn RunCore, Super Talent, SanDisk & Co ihre SSDs für Netbooks anbieten, haben sie ein Problem. Die verschiedenen Netbook-Hersteller verbauen unterschiedliche Laufwerke, so dass man beim Upgrade darauf achten muss, welchen Anschluss die nachzurüstende SSD nutzt. So klappt das Upgrade zwar vielleicht beim ASUS Eee PC, doch dies heißt noch lange nicht, dass das Ganze mit der gleichen SSD auch ohne weiteres beim HP Mini oder einem anderen Netbook funktioniert. Die SATA International Organization will das Problem nun mit einem einheitlichen Standard lösen. Anlässlich des Intel Developer Forum will die SATA IO, die für die Verwaltung der SATA-Standards zuständig ist, die Spezifikationen für den neuen so genannten “mini-SATA” (mSATA) Anschluss präsentieren.

Toshiba hat bereits erste entsprechende Solid State Drives vorgestellt. Die Anschlüsse dieser Laufwerke dürften so manchem bereits verdammt bekannt vorkommen, handelt es sich doch um die Gleichen, wie sie bereits bei diversen PCIe-SSDs verwendet werden. Die Datenrate liegt wie bei SATA aktuell üblich weiterhin bei bis zu 3 Gb/s.

mSATA

Der neue mSATA-Standard soll vor allem bei SSDs mit Kapazitäten bis maximal 64 GB zum Einsatz kommen. Bei Laufwerken mit größerer Kapazität setzt man wegen der ebenfalls größeren Bauform weiter auf die bisher üblichen normalen SATA-Ports. Zu den Unterstützern von mSATA gehören mit Dell, HP, Lenovo, Samsung und Toshiba bereits einige der größeren Netbook-Hersteller. Toshiba und Samsung als Speicherhersteller dürften wie die meisten Anbieter in Kürze eigene entsprechend ausgerüstete Laufwerke auf den Markt bringen. Toshiba fängt heute schonmal an und hat 30- und 62-GB-SSDs mit Transferraten von 180 MB/s (Lesen) und 50 MB/s (Schreiben) mit mSATA-Anschluss vorgestellt.

Quelle: PCWorld via Liliputing

TAGS: , , ,
  • Doublefeature

    Na, das sieht doch richtig gut aus, finde ich.
    Mir persönlich sind SSD’s richtig ans Herz
    gewachsen, seit ich den 901er besitze.

  • ChainGuy

    Habe ich das richtig verstanden:

    Bisher haben die Hersteller (HP, Asus, Acer…) für ihre mini-SSDs zwar den mini-PCIe-Slot genutzt, der allerdings NICHT mit PCIe belegt war sondern wahlweise mit SATA oder PATA. Dabei waren diese aber untereinander nicht kompatibel, weil die Damen und Herren es vorgezogen haben, in Sachen Pinbelegung ihr eigenes Süppchen zu kochen.
    Jetzt hat man sich auf eine einheitliche Pinbelegung geeinigt, hinter der aber wieder eine SATA-Schnittstelle steckt.
    Man kann also weder die SSD ausbauen und eine mini-PCIe Karte einbauen, noch eine solche SSD hernehmen und ggf. in einen nicht belegten mini-PCIe-Slot einbauen (wo ggf. WLAN oder 3G-Modem fehlen).

    Wäre das nicht sinnvoller gleich die PCIe-Schnittstelle zu nutzen?!

    Finde das ganz schön mutig, zwei elektrisch völlig unterschiedliche Komponenten mit einer mechanisch passenden Schnittstelle zu erschlagen. Hätte bisschen Sorge dass das wer unbedarftes/experimentierfreudiges eventuell Mainboard und Karte in Rauch aufgehen lässt.

  • http://www.dummzeuch.de Thomas Mueller

    Warum dann nicht einfach SATA?