By Roland
02 Oct, 2009 6:23 pm
Die Firma Haleron aus Kolumbien (nicht China, wie von mir neulich behauptet) hat dankenswerterweise einige neue Details zu seinem etwas kuriosen 10-Zoll-Netbook mit zwei Intel Atom N270 Prozessoren heraus gerückt. Das Unternehmen bestätigte, dass das Gerät tatsächlich mit einer Doppel-CPU-Konfiguration daher kommt. Der Grund dafür ist vor allem wirtschaftlicher Natur: Haleron will mit dem Swordfish Net N102 Dual vor allem lateinamerikanischen Markt ansprechen, wo leistungsfähige Laptops sehr teuer sind. Das Netbook soll eine ähnlich hohe Leistung bieten, dabei aber eben deutlich günstiger sein. Weitere Details nach dem Break.
Für viele Lateinamerikaner sollen normale Notebooks fast unerschwinglich sein, so die Argumentation von Haleron. Intels Atom CPUs und die damit ausgerüsteten Netbooks änderten dies zwar, doch die Leistung reicht laut Haleron nicht für die Bedürfnisse von Studenten und “professionellen Anwendern”, weshalb man einen Weg suchte, den günstigen Geräten mehr Power zu verleihen. Um dies zu erreichen hat Haleron “das Intel 945 Chipset modifiziert”, um damit den Dual-Prozessor-Betrieb mit Intel Atom-Chips zu ermöglichen. Dieser Prozess dauerte rund 6 Monate, während denen man die nach eigener Meinung beste Lösung für den Lastenausgleich zwischen beiden CPUs gefunden haben will.
Als Betriebssystem setzt man vor allem deshalb auf Windows XP, weil es angeblich am besten mit der Verteilung der Lasten zwischen den beiden CPUs klar kommt. Windows Vista und Windows 7 sollen dafür nicht so gut geeignet sein. Die Integration des WCDMA-3G-Moduls erklärt Haleron damit, dass die Verbreitung von WLAN-Hotspots in Südamerika nicht so groß ist wie in den USA oder Europa. In den meisten Ländern des Kontinents ist aber inzwischen die 3G-Mobilfunkinfrastruktur recht ordentlich ausgebaut, weshalb die Integration eines entsprechenden Funkmoduls sinnvoll ist.
Letztlich soll das Haleron Swordfish Net N102 Dual eine normalen Laptops ähnlichen “Basis-Leistung” bieten. Die wegen des 3-Zellen-Akkus recht kurze Akkulaufzeit lässt sich beim Betrieb daheim oder im Büro noch verschmerzen, doch für unterwegs rät Haleron zum Kauf des 6-Zellen-Akkus für 29 US-Dollar Aufpreis, der eine Laufzeit von rund viereinhalb Stunden ermöglichen soll. Manchmal muss man eben ungewöhnliche Wege gehen, um schwierige Marktverhältnisse zu überwinden.
Quelle: Haleron Technologies













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eine recht simple aber geniale Lösung für das altbekannte Leistungsproblem
das nenn ich mal eine interessante Inititative
. Ich frag mich nur, ob das wirklich gut für die Leistung ist, wenn die da selber am Chipsatz rumwerkeln…man darf gespannt sein.
Was sagt eigentlich Intel dazu, daß ein Hersteller an seinen Chips Manipulationen (muß es am Chipsatz ja geben, oder?) vornimmt?
Der 6-Zeller kostet $59,-, f. 29,- gibt es einen zus. 3-Zeller
Macht in Summe inkl 3G und 2 Akkus $508,- zz. Porto, MwSt. (evtl. Zoll?)
Das Ganze in black, gray, blue
Gruss
Wolfgang
Wenn die Grossen Intel bloss nach der Geige tanzen muss halt ein kleiner südamerikanische Revolutionär kommen, um den Markt aufzumischen.
Intel blockiert nicht nur den Markt, sondern auch jegliche Innovation. Und der Netbookmarkt braucht nichts mehr als das. Wir haben die Nase langsam voll von der Standardausstattung!
Entweder hat INTEL kein besonderes Interesse an Südamerika oder die gerichtlichen Möglichkeiten sind dort geringer als z.B. in Europa und deswegen versuchen die garnicht, so ein Produkt zu unterbinden. Ganz legal kann die “Modifikation” der Chips jedenfalls nicht sein – mich juckt es nicht!