By Roland
02 Oct, 2009 7:00 pm
Der Kollege Chippy vom UMPCPortal hat die Intel-Server noch einmal kräftig nach Interessantem durchforstet und dabei auf eine Reihe von Dokumenten gestoßen, die unter anderem einen Ausblick auf die Entwicklung des Netbook-Marktes und einige interessante Details darüber verraten, wer denn eigentlich Netbooks kauft und wofür sie dann genutzt werden. Unter anderem stieß er auf ausführliche Prognosen des Marktforschungsunternehmens IDC, das bis 2011 einen Anstieg der Lieferzahlen auf ganze 30 Millionen Einheiten prognostiziert. Mehr nach dem Bruch.
Bis 2012 soll der Markt für Netbooks auf rund 45 Millionen Geräte wachsen, während der Anteil an der Gesamtzahl der ausgelieferten Notebooks stabil bei 15 Prozent bleibt. Eine Kannibalisierung der Verkäufe “normaler” Notebooks befürchten Intel und IDC den Angaben zufolge offenbar nicht. Die Preise sind zudem in den USA rund ein Viertel niedriger als im Rest der Welt. US-Kunden zahlen demnach im Schnitt rund 300 US-Dollar für ihr Netbook, während in Europa und dem Rest der Welt knapp 400 US-Dollar fällig werden.
Was Linux angeht, malen die von Intel beauftragten Marktforscher unterdessen ein eher düsteres Bild. Sie erwarten bis zum Jahr 2012 sogar einen Rückgang des aktuell bestehenden Marktanteils. Microsofts Windows 7 sehen sie unterdessen auf einem zügigen Vormarsch zu einer dominierenden Position im Markt. Für Intels Bemühungen, die Entwicklung von Linux-basierten alternativen Betriebssystemen zu fördern, klingt dies keineswegs positiv.
Wir Europäer sind unterdessen die absoluten Netbook-Könige, gehen doch auf unserem Kontinent bis zu zwei Mal mehr Geräte dieser Bauart über die Ladentheken als in den USA. Insgesamt werden 85 Prozent der Netbooks von den Kunden für den persönlichen Gebrauch erworben, wobei die Anwender im Schnitt Mitte 30 sind. Die meisten Netbooks werden den Angaben zufolge für das Internet-Surfen verwendet, das Streamen von Videos ist auf den Geräten allerdings bisher alles andere als populär.
Zu den weiteren interessanten Details gehört zudem, dass Smartphones, MIDs, Laptops und Netbooks heutzutage selten für mehr als 5 Minuten am Stück verwendet werden. In dieser 70 Prozent dieser Zeit nutzen die meisten Anwender Programme, die der Pflege von sozialen Kontakten dienen. Wer sich die diversen PDFs näher ansehen will, kann dies über den Online-Katalog für das IDF 2009 tun. Ihr braucht nur den Katalog öffnen und am besten mal nach “Netbook” suchen. Viel Spaß!
Quelle: Intel via UMPCPortal














