By Roland
13 Oct, 2009 4:36 pm
Gerade trommelt Nvidia noch kräftig die Werbetrommel für ION und ION 2, doch inzwischen scheint die Zukunft der Chipsätze von Nvidia nicht mehr sicher. Wie das Unternehmen Ende letzter Woche verlauten ließ, kann man keine weiteren Investitionen in die Entwicklung von Chipsätzen für Intel-Prozessoren tätigen, weil deren Absatzaussichten angeblich zu unsicher sind. Ab der nächsten Generation der Intel-CPUs will sich Nvidia vorgeblich wieder voll und ganz auf Grafikchips konzentrieren. Ob dies auch für die AMD-Chipsätze des Unternehmens gilt, ist nicht klar.
Entsprechenden Anfragen geht man bei Nvidia laut Medienberichten lieber aus dem Weg. Während die Konkurrenz von ATI/AMD in Sachen Grafik bei Nvidia für Verluste sorgt, fuhr das Chipsatzgeschäft zuletzt einen soliden Gewinn ein. Dies ändert jedoch nach Angaben des Unternehmens nichts daran, dass “unpassende Behauptungen von Intel gegenüber Kunden” und “unfaire Geschäftspraktiken” im Bezug auf die zur Fertigung von Chipsätzen für Intel-CPUs Lizenzen dafür sorgen, dass man nicht mehr in das Chipsatzgeschäft investieren kann. Die Entwicklung und der Verkauf von Nvidia-Chipsätzen für die neuesten Intel-Prozessoren wurden bereits auf Eis gelegt.
Ob somit auch die Zukunft der Nvidia-Chipsätze für Netbooks besiegelt ist, blieb offen. Sicher ist immerhin, dass ION und ION 2 auf jeden Fall weiter angeboten werden bzw. auf den Markt kommen, denn sie werden von den bestehenden Lizenzen für “ältere” Intel-CPUs abgedeckt. Nvidia will nun zunächst vor Gericht klären, ob man weiter Chipsets für Intel-Prozessoren anbieten kann. Auch in den USA mahlen die Mühlen der Justiz bekanntermaßen langsam, so dass es durchaus einige Zeit dauern kann, bis dies entschieden ist. Wahrscheinlich ist Nvidias Gehabe eher eine Drohgebärde als ein wirkliches Ende der Entwicklung und Produktion. Hoffen wir auf eine baldige Einigung der Streithähne, die letztlich nicht wirklich ohne einander können.
Quelle: The Motley Fool










